Das COME IN!
Norbert Mahringer, Arzt, Leiter des COME IN!
Das COME IN! ist eine Fachklinik und Therapeutische Gemeinschaft zur Entwöhnung, Rehabilitation und Reintegration von suchtkranken Kindern und Jugendlichen. Die Behandlung gliedert sich bei gegebener Indikation in zwei Phasen und kann insgesamt bis zu zwei Jahren dauern.
In der medizinischen Rehabilitation werden die Aufhebung der somatischen, psychischen, sozialen, schulischen und berufliche Defizite sowie die Stärkung von Selbsthilfe-Kompetenzen angestrebt.
In der Reintegration wird mit psychosozialen und heilpädagogischen Methoden ein Leben ohne Drogen erprobt, stabilisiert und auf eine so früh wie mögliche Wiedereingliederung in den gesellschaftlichen Bezugsrahmen hingearbeitet.
Das COME IN! bietet 30 Jugendlichen Schutz, Geborgenheit und die Möglichkeit zur Therapie – frei von Drogen und Gewalt. Die Klienten sind 12 -18jährige Drogenkonsument/Innen (Cannabis, Crack, XTC, Heroin, Koks, Alkohol, usw.), auch mit zusätzlichen anderen psychischen oder physischen Störungen. Ausgenommen sind nur akut behandlungsbedürftige oder schwer körperlich behinderte Jugendliche.
Die Betreuung findet in Kleingruppen von ca. zehn Jugendlichen rund um die Uhr statt. Das Mitarbeiterteam besteht aus Ärzten, Psychotherapeuten, Sozialpädagogen, Ergo¬therapeuten, Ökotrophologen, Lehrern und Erziehern mit suchtspezifischer Zusatzausbildung.
Die Erfolge können sich sehen lassen:
Ein Drittel der bisher knapp 600 aufgenommenen Jugendliche haben sich mit Hilfe des COME IN! erfolgreich einen Platz in der Gesellschaft erarbeitet. Aus unbeschulbaren Systemsprengern und Außenseitern sind Ärzte, Sozialpädagogen, Klempner, Musiker, Psychologen, Fotografen, Maurer, Unternehmer, Maler, Elektriker, Bürokauf¬leute, oder aber – mit Unterstützung von „Licht im Schatten“ – Tischler geworden.
Der Erfolg der Behandlung zeigt sich nicht nur in Vorzeigekarrieren und der Zahl der drogenfrei gelebter Monate. Vielmehr ist er an den gewachsenen Fähigkeiten unserer jugendlichen Patienten zu erkennen, eigene Defizite und Suchtstrukturen zu erkennen, sie zu bearbeiten und Strategien für deren Überwindung zu entwickeln. Auch all jene Patienten, die die Therapie nicht regulär beendet haben, profitieren von diesen Erfahrungen.
Zu diesem Erfolg tragen die Hamburger „Paten“ des COME IN! seit 1992 beständig, vielfältig und unbürokratisch bei. Die Liste der Hilfen und Unterstützungen ist umfangreich und lang. Sie reicht von der Milderung individueller Härten und Nöte (Brillen, Zahnersatz, Kleidung) über die Förderung größerer pädagogischer Unternehmungen (Fahrten und Reisen), bis hin zur Finanzierung von Ausbildung und zu regelmäßigen gemeinsamen Theaterbesuchen mit unseren Jugendlichen.
Wohl dem, der solche Paten hat !



